„Das Jahr 2021 ist vom Wiederanstieg der internationalen akademischen Mobilität geprägt. Für den Studienstandort Deutschland konnten wir erfreulicherweise feststellen, dass die Zahl internationaler Studierender in beiden Pandemiejahren weiter gewachsen ist, auf zuletzt rund 325.000. Deutschland bleibt also als Studienstandort sehr beliebt und liegt international auf Rang 4 nach den USA, dem Vereinigten Königreich und Australien. Das große Engagement unserer Mitgliedshochschulen und Studierendenschaften sowie die durchdachte Einreisepolitik für internationale Studierende während der Corona-Pandemie haben maßgeblich zu den guten Zahlen beigetragen. Wir erwarten, dass dieses Wachstum auch im Jahr 2022 anhält“, so der DAAD-Präsident. Man gehe für das laufende Jahr von 330.000 bis 350.000 internationalen Studierenden an den Hochschulen in Deutschland aus.

„Auch für die DAAD-Programme und das Erasmus-Programm war 2021 das Jahr der Rückkehr der akademischen Mobilität“, ergänzte DAAD-Generalsekretär Dr. Kai Sicks. „Die Zahl aller DAAD-Geförderten ist im vergangenen Jahr wieder auf rund 135.000 Personen gestiegen. Das ist nach den Rückgängen im Corona-Jahr 2020 ein sehr willkommener Zuwachs von 22 Prozent. Zudem sehen wir eine große Zunahme beim virtuellen Austausch: Allein in der DAAD-Projektförderung gab es rund 30.000 Teilnehmende in Online-Formaten.“
Besonders erfreut sei man über die Steigerungen bei Geförderten aus dem Ausland: Im Jahr 2021 unterstützte der DAAD rund 75.000 internationale Studierende und Forschende bei einem wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland – ein Anstieg von 52 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im EU-Programm Erasmus+ erhielten 2021 rund 34.000 deutsche Studierende eine Förderung für einen Auslandsaufenthalt, damit liegt die Zahl bereits wieder bei 80 Prozent des Vor-Corona-Levels. „Bei den Erasmus-Anträgen für 2022 liegen wir bereits 20 Prozent über dem Level von 2019, der Wunsch nach Auslandsaufenthalten in der EU ist also ungebrochen groß“, so Sicks weiter.