Die vom British Council, dem Französischem Büro in Taipei/Campus France Taiwan und vom DAAD Informationszentrum Taipeh gemeinsam organisierte European Education Fair Taiwan (EEFT) ist die wichtigste Bildungsmesse der Region für europäische Hochschulen. Bei der Messe wird der Hochschulstandort Deutschland mit großem Erfolg bei einem mehrheitlich studentischen Publikum aus Taiwan beworben.

Mit über 10.000 Besuchern an drei Messetagen an den Standorten Taipei (12. und 13.10.) und Taichung (14.10.) konnte die EEFT auch 2018 wieder an die Erfolge der vergangenen Jahre anschließen. Allein am DAAD-Stand wurden 2.100 Besucher gezählt. Insgesamt waren bei der EEFT 2018 129 europäische Hochschulinstitutionen aus elf Ländern vertreten. Mit 23 Institutionen (davon 16 Institutionen mit DAAD-Förderung) war die deutsche Standgruppe so groß wie nie zuvor.

Deutschland war, wie bereits in den vergangenen Jahren, vor Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden die populärste Zieldestination bei den Besuchern der Messeveranstaltung.

                     most popular prospective destinations of visitors

Quelle: Messeveranstalter, n=5.093

Die Überwiegende Mehrheit der 495 vom DAAD befragten Standbesucher bei der dreitägigen Messeveranstaltung absolviert gegenwärtig ein Studium (72,1 %) im Bachelorniveau (50,8 %). Entsprechend groß ist der Anteil der Besucher, die sich zu Masterstudien in Deutschland erkundigten (45,4 %), gefolgt von den Interessenten an einem Bachelorstudium (19,7 %) und Promotionsstudium (8,2 %).

Besonders großes Interesse besteht an einem Studium der Wirtschaftswissenschaften (18,8 %) sowie an ingenieurswissenschaftlichen Studien (17,1 %) und naturwissenschaftlichen Studien (11,8 %). Bei der Frage für welche anderen Länder neben Deutschland sich die Standbesucher des DAAD-Standes interessieren, dominieren vor allem englischsprachige Zielländer (49, 5 % der Befragten), allen voran die Studiendestinationen USA und Großbritannien. Einen Studienaufenthalt in der Schweiz oder Österreich ziehen nur 11,3 % der Befragten in Erwägung. Für einen Studienaufenthalt in nicht englisch- oder deutschsprachigen Ländern interessieren sich 28,9 % der Befragten, wobei besonders häufig die Niederlande und Frankreich als Wunschdestinationen genannt werden. Deutschland steht also vorrangig mit dem englischsprachigen Ausland im Wettbewerb um taiwanische Talente und weniger mit anderen europäischen Ländern.

Die Attraktivität Deutschlands als Studienstandort wird vor allem durch die hohe Anerkennung, die das deutsche Hochschulsystem genießt, die geringen Studiengebühren und Lebenserhaltungskosten sowie die vielfältigen Studienmöglichkeiten in Deutschland begründet. Die Möglichkeit internationale Erfahrungen zu sammeln und eine fremde Kultur kennen zu lernen sowie die Hoffnung auf bessere Chancen bei der Jobsuche am nationalen wie internationalen Arbeitsmarkt zu haben, sind Hauptmotivatoren für einen Studienaufenthalt im Ausland, während dem Wunsch der Eltern laut Angaben der Befragten nur eine verhältnismäßig geringe Rolle bei dieser Entscheidung zukommt.