Mit einer neuen Gebühr für ausländische Studenten will Nordrhein-Westfalen seinen Bildungshaushalt aufbessern. CDU und FDP haben sich bei ihren Koalitionsverhandlungen darauf geeinigt, pro Semester 1.500 Euro von jedem Studenten zu fordern, der aus einem Land außerhalb der Europäischen Union kommt.

Damit schlagen die Politiker einen ähnlichen Kurs ein wie ihre Kollegen in Baden-Württemberg. Das Bundesland führte zum Wintersemester eine Studiengebühr für Nicht-EU-Ausländer von ebenfalls 1.500 Euro pro Halbjahr.

Allgemeine Studiengebühren wollen die Landesregierungen weder in Düsseldorf noch in Stuttgart erheben. Studenten aus EU-Ländern, Erasmus-Studenten, Flüchtlinge und andere Bedürftige sollen in Baden-Württemberg von den Gebühren befreit sein. Auch in Düsseldorf denkt die neue Koalition über Ausnahmen nach. Studenten aus Drittstaaten wie der Türkei, die in Deutschland geboren sind und einen deutschen Schulabschluss haben, müssten demnach nicht zahlen.

Die Frage, ob an staatlichen Hochschulen Studiengebühren eingehoben werden, entscheidet das jeweilige Bundesland in dem sich eine Hochschule befindet. Von insgesamt 16 Bundesländern in Deutschland werden nun also ab Wintersemester 2018 in zwei Bundesländern Studiengebühren von Internationalen Studierenden eingehoben. Alle staatlichen Hochschulen anderer Bundesländer bleiben somit vorerst weitgehend von Studiengebühren auch für internationale Studierende befreit.

Gekürzt nach einem Spiegel-Artikel